Bescherung einmal anders: Aus Westafrika für Luxemburg

Luxemburg, 24.12.2012 – Was war das für eine Überraschung! Am 24. Dezember, wenige Stunden vor dem heiligen Abend, kam im Foyer Don Bosco in Eich ein groβes Paket an: aus dem Benin! Die Kinder trauten ihren Augen kaum. Geschenke dieser Art hatten bislang wohl nur wenige von ihnen gesehen: handgemachte Masken und Gesellschaftsspiele, landestypische Krippen und Kunstwerke.

Kinder aus Allada, aus dem Süden des Benins, hatten sich diese besondere Bescherung ausgedacht. Sie wollten sich bei der luxemburgischen Bevölkerung für all die Spenden bedanken, die sie in den vergangenen Jahren durch die Fondation Follereau Luxembourg (FFL) erhalten haben.

Afrikanische Kinder beschenken Kinder aus Luxemburg

Für die Kinder aus Allada war es wichtig, dass die Geschenke an jene Kinder in Luxemburg überreicht werden, die wie sie unter keinen einfachen Umständen aufwachsen. Das Foyer Don Bosco in Eich ist ein Kriseninterventionszentrum, es nimmt Jungen und Mädchen zwischen 2 und 12 Jahren auf, die aus unterschiedlichen Gründen (Übergriffe, Vernachlässigung…) für einige Monate aus ihren Familien heraus genommen werden.

Geschenke aus dem Benin, was für eine Überraschung!

Die FFL unterstützt mit ihrem Partner „Association Raoul Follereau du Bénin“ (ARFB) seit 1994 zahlreiche Hilfsprojekte im Benin. In diesem Jahr floss ein Drittel des Gesamtbudgets der FFL, mehr als eine Million Euro, in die Unterstützung des westafrikanischen Landes. Zu den aktuellsten Projekten gehört das Auffangzentrum für Kinder mit Behinderungen in Allada.

Die Auffangstätte bietet Platz für 400 bedürftige Kinder: Dort werden sie medizinisch betreut (Kinesitherapie, Ergotherapie etc.) und schulisch den Anforderungen entsprechend gefördert. Auffangzentren, die sich auf behinderte Kinder spezialisieren, existieren bislang kaum im Benin.

Der Präsident der FFL erklärt, woher die Geschenke stammen.

Bei der Geschenkübergabe waren Maurice Bauer (Präsident der Fondation Maison Porte Ouvertre, Myriam Mersch-Zimmer (Geschäftsführerin), Tom Krist (Stellvertreter im Foyer) und das Team der Einrichtung, sowie Mitarbeiter der Fondation Follereau Luxembourg, darunter Jean Hilger (Präsident).