Der 16. Juni: Internationaler Tag des afrikanischen Kindes

© Fondation Follereau

Der internationale Tag des afrikanischen Kindes wurde 1991 von der Afrikanischen Union ins Leben gerufen, um an den Protest von SchülerInnen für bessere Bildungsbedingungen am 16. Juni 1976 in Soweto zu erinnern. Der friedliche Protest wurde von der damaligen Apartheidsregierung gewaltsam beendet. Es starben Hunderte Jugendliche und Kinder.

Seit 1991 macht der Tag des afrikanischen Kindes darauf aufmerksam, welche Bedürfnisse eines jeden afrikanischen Kindes noch immer nicht erfüllt sind:

  • Der Zugang zu Bildung bis zum Schulabschluss
  • Der Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsvorsorge
  • Die Möglichkeit, ihre Kindheit zu leben: ohne Kinderehen, ohne frühzeitige Schwangerschaften, ohne Kinderarbeit.

An den letzten Punkt knüpfte am 12. Juni auch der internationale Tag gegen Kinderarbeit an. Schätzungsweise müssen weltweit 168 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten. Dafür brechen sie oftmals die Schule ab, weil sie ihren Familien mit ihrer Arbeitskraft und durch ein zusätzliches Einkommen unterstützen müssen. Insgesamt gehen fast 58 Millionen Kinder im Grundschulalter und 63 Millionen Jugendliche bis 15 Jahre nicht zur Schule.

Die Afrikanische Union hat sich bis 2020 zum Ziel gesetzt, allen afrikanischen Kinder den Schulbesuch zu ermöglichen. Jedes Kind soll sich so eine Basis für seine Zukunft aufbauen können und damit auch zur Zukunft des afrikanischen Kontinentes beitragen.

© Thierry Winn

© FFL/Thierry Winn

Mit „Let Kids be Kids“ , ihrem 2. Aktionsschwerpunkt, setzt sich die Fondation Follereau mit ihren Partnerorganisationen vor Ort für die Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen ein, darunter zum Beispiel:

– Das Bereitstellen von Computern für den Informatikunterricht an Schulen in Togo und Benin im Projekt „Mind the Gap“.

– In der Elfenbeinküste haben Straßenkinder in der Stadt Bouaké die Chance, in der „Maison de l’Enfance“ wieder in die Gesellschaft und zu ihren Familien zurückzufinden. In Ségou in Mali, bietet ein Zentrum ebenfalls eine Anlaufstelle für Straßenkinder mit einer täglichen Versorgung und Bildung.

– Jugendliche können bei „Les Jeunes Jardiniers de Dédougou“ in Burkina Faso die Schule abschließen und anschließend eine handwerkliche Ausbildung beginnen.

– Im Norden Benins richtet sich die Arbeit der Fondation Follereau gegen den Kinderhandel, Zwangsheirat und Schulabbruch.

Unterstützen wir die Kinder und Jugendlichen gemeinsam beim aktiven Gestalten ihre Zukunft. Hier können Sie zur Arbeit der Fondation Follereau beitragen: „Let Kids be Kids“

Vielen Dank!