Bericht 61

Warum sollten wir den Afrikanern helfen ?

Diesen Satz, oder etwas Sinngemäßes, haben wir alle schon einmal gehört. Und diese Fragestellung kann einem auch legitim erscheinen. Warum sollten wir Menschen helfen, die wir nicht kennen und die weit weg leben? Außerdem gibt es doch in Luxemburg genug Hilfsbedürftige.

Es geht nicht darum, beide Welten entgegenzusetzen oder gegeneinander auszuspielen und Pseudo-Prioritäten durchsetzen zu wollen. Unser Ziel ist es zu aufzuklären und Vorurteile über Afrika, Afrikaner und Entwicklungszusammenarbeit abzubauen. Die 50 Jahre Erfahrung der Fondation Follereau ermöglichen uns diese Reflexion, welche auf unserer Anwesenheit vor Ort und der Wirkung unserer Projekte basiert.

Wir alle kennen die gängigen Afrikabilder: Musik, schöne Landschaften, das Lachen und die (Über-)Lebenskunst. Dann gibt es noch die düsteren Bilder, die Afrika als einen stagnierenden Kontinent, voller Korruption, Kriege und Naturkatastrophen darstellen.
In diesen Vorurteilen steckt sicher ein klein wenig Wahrheit, sie bleiben aber extrem reduzierend und ignorieren jegliche Evolution. Das wird einem besonders bewusst wenn man mit negativen Vorurteilen gegenüber des eigenen Landes konfrontiert wird. Das tut weh, weil es ungerecht ist.

Die Fondation Follereau will in dieser Broschüre – fernab von Vorurteilen – Solidarität stärken, indem sie aus Sicht ihrer Erfahrungen und Resultate die Bedeutung von Entwicklungszusammenarbeit erklärt.

Jede Geste zählt. Ob hier oder woanders.

Jean Hilger

Präsident des Verwaltungsrats

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