Bulletin 64

Im Jahr 2019 gibt es die Lepra immer noch.

Die Armut, aber auch der Mangel an Hygiene und Nahrung machen ihre Existenz unvermeidbar.

Heute noch erkrankt alle 2 Minuten eine Person auf der Welt an Lepra. Zum Vergleich: 2 Jahre, 3 Monate, 4 Tage, 15 Stunden und 21 Minuten würden reichen, um die ganze Bevölkerung Luxemburgs anzustecken.

Auch wenn es ruhig um die Krankheit geworden ist, ist Lepra immer noch aktuell. Das Bezwingen jeder Krankheit ist wichtig, aber man sollte diejenigen nicht vergessen die weniger in der Öffentlichkeit präsent sind.

Obwohl es noch keine Impfung gegen Lepra gibt, ist eine Behandlung möglich. Jeder an Lepra erkrankte Mensch kann versorgt und behandelt werden und seine Zukunft kann so gesichert werden. Eine Früherkennung ermöglicht es, den schweren Behinderungen, die diese Krankheit verursacht, vorzubeugen.

Tatsächlich wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Fortschritte erreicht. Bis heute konnte die Fondation mehr als 600.000 Leprakranke  unterstützen.

Damit es aber nicht dabei bleibt, führt die Fondation Follereau Luxembourg den Kampf gegen Lepra fort, und erweitert ihr Wirken auf andere vernachlässigte tropische Krankheiten, über die man viel zu wenig spricht, und das im Togo, auf Madagaskar, in der ZAR und in Guinea. Aber auch im Benin, wurden 2017 mehr als 1.500 Patienten untersucht. Dies hat uns ermöglicht die Krankheit früh zu entdecken und so einer Ausgrenzung aufgrund der Krankheit entgegen zu wirken.

Buruli-Ulkus zum Beispiel, ist durch eine einfache Antibiotikabehandlung heilbar, wenn die Erkrankung in einem frühzeitigen Stadium festgestellt wird. Die Schwere der physisch behindernden Folgen hängt vom Moment des Ausbruchs der Krankheit und dem Beginn der Behandlung ab. Aufklärungsund Sensibilisierungskampagnen sind also notwendig, um das Aufkommen neuer Fälle zu reduzieren.

Herr Ralaizaty (hier links) zum Beispiel hat dank dieser Versorgung Lepra besiegt. Seitdem unterstützt er unseren lokalen Partner bei der Früherkennung anderer Kranken, und macht so aus seiner Erfahrung einen wahren Vorteil im Kampf gegen die Stille, die diese Krankheit schafft.

Raoul Follereau hat gesagt: “Der Leprakranke leidet an 2 Krankheiten: Er hat Lepra und er ist aussätzig.” Alles das ist noch nicht vorbei. Aber es kann es werden.

Die Fortschritte der Medizin sind derzeit sehr vielversprechend, aber der Kampf endet nicht hier. Es ist wesentlich, weiterhin gegen dieses Leid zu kämpfen, damit die Kranken und die Geheilten nicht mehr ausgeschlossen werden.

Dank Ihnen und Ihrer unermüdlichen Unterstützung, ist es keine Utopie mehr von der endgültigen Ausrottung dieser Krankheiten zu träumen.

Jean Hilger
Präsident

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