
Ein kleiner Überblick :
Zu Fuss : Damit fängt nähmlich alles an. Ich habe mir sagen lassen, dass es Busse gibt die aus meinem Bougou in die Stadt fahren, aber niemand konnte mir mitteilen wann, wo oder wie oft. Also steht am Anfang jedes Abenteuers ein 20minütiger Fussmarsch entlang der - leider nicht mit schattenspendenden Bäumen gesäumten - staubigen Strasse bis zur Tour de l'Afrique. Die steht auf einem Kreisverkehr und kennzeichnet quasi den Eingang nach Bamako.
Bus : An der Tour de l'Afrique kann ich dann einen Bus nehmen. Die Busse hier sind kleine dunkelgrüne Multivans, von denen die hintere Schiebetür entfernt wurde. Im Inneren gibt es Holzbänke entlang der Karosserie, auf die gut und gerne 20 Leute (Babys und Geäck nicht mitgezählt) gequetscht werden. In der Fahrerkabine sitzen aus einem mir bisher unverständlichen Grund immer drei Leute, und einer sitzt mit hinten im Bus, sammelt das Geld ein und gibt dem Fahrer durch Klopfen gegen das Dach zu verstehen wann er anhalten soll. Es gibt fest definierte Haltestellen, diese sind jedoch nicht gekennzeichnet, genausowenig wie auf dem Bus irgendeine Fahrrichtung steht. Bisher bin ich immer nur 20 Minuten die Hauptstrasse nach Bamako rein runtergefahren und kurz vorm Zentrum ausgestiegen, da fahren gottseidank fast alle Busse hin.
Motorroller : Wenn ich dann also kurz vor der BrüCke Richtung Zentrum aus dem Bus aussteige, laufe ich 3 Minuten zu Kadi's Wohnung, und dann geht's mit ihr zusammen auf dem Motorroller weiter... bisher, trotz Verletzungspech, mein absolutes Lieblingstransportmittel. Helm trägt hier niemand, an Kadis Motorroller funktionniert weder der Tacho noch die Spritanzeige, und Blinker oder Rückspiegel hab ich auch noch nicht gefunden. Aber man kann die Stadt kaum schöner entdecken als mit dem Motorroller, man sieht einfach unglaublich viel. Leider sind nicht alle (sogar die wenigsten) Strassen asphaltiert, das führt zu blauen Flecken und viel Staub in den AUgen.
Taxi : Am Sonntag haben wir auch mal kurz ein Taxi genommen... sehr interessante Erfahrung. Vor allem als der Taxifahrer uns die Fensterkurbel nach hinten gereicht hat, damit wir die Fenster öffnen können... Ansonsten sehr billig, aber wahrscheinlich mit Vorsicht zu geniessen wenn man nicht mit jemand Ortskundigem unterwegs ist. Ich werde das noch weiter austesten.
Tricycle : Siehe Foto. Wenn ich auf dem Rückweg keine Lust hab, die 20 Minuten zu laufen, lauf ich nur 5 Minuten bis zum Tricycle-Stand. Dort stehen dann diese dreirädigen blauen Autos rum, man setzt sich rein, und wenn's voll ist (also 3 Leute hinten und einer vorn) kommt der Fahrer und fährt los. Wie man genau sagt wann man aussteigt weiss ich nicht, ich war die einzige die vorher gefragt hat wo er hin fährt. Der nette junge Mann fährt mich dann bis zum Eingang meines Viertels, und das für nur 15 Cent, was ich sehr nett finde.
Dann gibt's natürlich noch die Autos, aber mal davon abgesehen dass sie sehr alt sind, anschnallen als überflüssig angesehen wird und Verkehrsregeln als flexibel, gibt's keinen grossen Unterschied zu Zuhause :).
Anne

