Fraen a Mammen aus Fetschenhaff-Cents unterstützen FFL-Projekt im Benin mit 8.500 Euro

Luxemburg, 19.02.2013 – Die Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents haben im vergangenen Jahr zur Weihnachtszeit fleißig gebacken, gebastelt und organisiert. Zur Freude der FFL! Denn der Erlös der Weihnachtskränze, Plätzchen und des Weihnachtskonzertes kommt nun der  Fondation Follereau zu Gute. Mit dem beeindruckenden Betrag von 8.500 Euro unterstützen die Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents das medizinische Zentrum CDTUB in Allada, im Süden des Benin, das sich auf die Bekämpfung von Buruli Ulcer konzentriert.

„Wir haben uns bei der Überlegung, welcher Organisation wir den Erlös unserer Aktionen bei den Weihnachtsmärkten in diesem Jahr spenden sollen, schnell und ganz bewusst für die Fondation Follereau Luxembourg entschieden, sagt die Präsidentin der Frauenvereinigung Albertine Gallion festlich bei der Scheckübergabe. „Denn wir wissen, was die FFL in den letzten Jahren in Allada geleistet hat – das Geld ist dort gut angelegt“, so Gallion weiter.

Die Mitglieder der Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents waren auf das medizinische Zentrum CDTUB in Allada durch Romy Schmit aufmerksam geworden, die dort vor geraumer Zeit ein einjähriges Volontariat als Erzieherin absolviert hatte. Ihre Erfahrungsberichte hatten die Mitglieder der Frauenvereinigung sichtlich berührt und dazu motiviert, in Form einer finanziellen Unterstützung aktiv zu werden.

Albertine Gallion, Präsidentin der Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents und Monique Schmit, Buchhalterin und Spendenbeauftragte bei der FFL

Die Mitarbeiter der Klinik CDTUB in Allada haben in den vergangenen 10 Jahren mehr als 2.000 Buruli Ulcer-Patienten erfolgreich behandelt. Das Zentrum weist neben zwei  Operationssälen, ein Laboratorium zur Erforschung der Krankheit, Anwendungsräume für  Krankengymnastik und  Radiologie sowie ein Ausbildungszentrum für die zu behandelnden Kinder auf.

Buruli Ulcer ist eine Infektionskrankheit, die durch das dem Lepra-Bakterium verwandten „Mycobacterium ulcerans“ verursacht wird. Dieses Mycobacterium ist vor allem in den Feuchtgebieten West- und Zentralafrikas präsent. Der genaue Übertragungsweg ist noch nicht bekannt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Wasserinsekten eine Rolle spielen könnten. Die ersten Symptome von Buruli Ulcer sind schmerzlose, oft juckende Knoten – das Bakterium verbreitet sich fast unbemerkt unter der Haut, wo es einen Giftstoff produziert, der die zelluläre Immunabwehr des befallenen Gewebes blockiert und gleichzeitig das Gewebe zerstört. Aus Statistiken geht hervor, dass 70% der Buruli Ulcer-Opfer Kinder unter 15 Jahre sind.  „Dieser Aspekt war für uns ein entscheidendes Kriterium, wir wollten mit unserem Weihnachtsbazar den schwächsten Gliedern in der Gemeinschaft, den Kindern, helfen“, so die Präsidentin der Frauenvereinigung Albertine Gallion.

Die Mitglieder der Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents hatten am 1. und 3. Advent vergangenen Jahres in den Räumlichkeiten der Centser Kirche diverse selbst gemachte Produkte verkauft: Dazu gehörten 50 Kilogramm klassisches Feingebäck – die Herstellung verlangte den Frauen sage und schreibe 2 Tage Backzeit ab – 25 zauberhafte Bûche de Noël, sowie fast 300 Kilogramm Marmelade – und vieles, vieles mehr. Der Weihnachtsbazar wurde durch ein Konzert mit einem Kinderchor und einer Fanfare abgerundet. Die FFL dankt all den fleißigen Händen der Fraen a Mammen Fetschenhaff-Cents sehr herzlich für ihr großartige Engagement.