Fraen a Mammen Hamm helfen Straßenkindern in Mali

Luxemburg-Hamm, 20.06.2014 – Der Solidaritätsabend der Fraen a Mammen Hamm war gut besucht: Etwa 60 Gäste waren an diesem Abend im Pfarrhaus Hamm dabei. Der Erlös des Events dient der Unterstützung des FFL-Hilfsprojektes für Straßenkinder in Ségou, Mali.

Seit Jahren engagieren sich die Fraen a Mammen Hamm unter der Leitung von Präsidentin Anny Hansen für die Fondation Follereau Luxembourg (FFL). Auch der Solidaritätsabend gehörte dazu: Viele Gäste, leckeres Essen, gute Stimmung und eine große Tombola mit vielen Gewinnen trugen zum Erfolg des Abends bei. Jos Hilger, Ehrenpräsident der FFL, stellte in seiner Eröffnungsrede das Projekt „Straßenkinder in Ségou“ vor und bedankte sich herzlich bei den Organisatorinnen. Er betonte, dass sich die FFL schon seit vielen Jahren für Kinder in Westafrika engagiert. Das Hilfsprojekt in Ségou gehört dazu und wird von der FFL seit 1996 unterstützt. Es handelt sich dabei um ein Auffangzentrum, das « Centre d’écoute », und ein daran angeschlossenes Kinderheim mit dem Namen « Maison de l’espoir ».

Solidaritätsabend bei den Fraen a Mammen Hamm

Durch die politischen Unruhen im Norden Malis hat sich die Anzahl notleidender Kinder in der letzten Zeit noch vergrößert. In Ségou leben tausende Kinder auf der Straße, ihr Alltag wird von Hunger, Gewalt und Drogen bestimmt und ist jeden Tag ein Kampf ums Überleben. Die Mehrzahl der Straßenkinder in Ségou ist zwischen 7 bis 18 Jahre alt. Zwei Mal wöchentlich fahren die Mitarbeiter des Zentrums nachts durch Ségou und sprechen die Kinder an, laden sie ein, mit ihnen ins Auffangzentrum zu kommen. Dort können die Kinder übernachten, etwas essen, ihre Kleider waschen und werden medizinisch versorgt. Die Mitarbeiter des Zentrums kümmern sich um die Kinder, nehmen ihre Personalien auf und versuchen, wenn möglich, ihre Familien zu kontaktieren. Zunächst wird versucht den Kontakt zu ihren Familien wiederherzustellen und sie dorthin zurückzubringen. Die Betreuer begleiten die Kinder bei der Kontaktaufnahme und halten auch nach der Rückkehr des Kindes zur Familie weiter Kontakt zu ihm. Falls dies aber nicht möglich ist und die Kinder sonst keine Anlaufstelle haben, wechseln sie nach 72 Stunden in das angrenzende Kinderheim, dort können bis zu 20 Kinder dauerhaft bleiben. In Absprache mit den Kindern wird versucht, die beste Lösung zu für sie finden: Die meisten besuchen wieder eine staatliche Schule oder die Betreuer versuchen, ihnen eine Ausbildung zu vermitteln.

Spielende Kinder im Auffangzentrum in Ségou, Mali

Das FFL-Team dankt Anny Hansen und den Fraen a Mammen Hamm herzlich für ihre Unterstützung und den schönen Abend!

Unser Projekt interessiert Sie? Hier finden Sie weitere Informationen:

http://www.ffl.lu/nos-projets/protection-de-lenfance-en-detresse/les-enfants-de-la-rue-de-segou-mali/